Fachkräfte-Fortbildung Professioneller Umgang mit Gewalt und Eskalation in der stationären Jugendhilfe

Professioneller Umgang mit Gewalt und Deeskalation ist keine Zusatzaufgabe. Er ist eine zentrale Voraussetzung für verlässliche pädagogische Arbeit in der stationären Jugendhilfe.

Unsere Inhalte:

Professioneller Umgang mit Gewalt und Eskalation in der stationären Jugendhilfe

Gewalt- und Eskalationssituationen gehören in der stationären Jugendhilfe zum pädagogischen Alltag. Sie entstehen im direkten Miteinander von Kindern, Jugendlichen und Fachkräften und sind eingebettet in komplexe Beziehungs-, Gruppen- und Institutionskontexte. Fachkräfte stehen dabei vor der Herausforderung, auch unter hohem Druck professionell zu handeln, Beziehung zu gestalten und zugleich den institutionellen Auftrag zu erfüllen.

Die Fortbildung richtet sich an Träger und Einrichtungen, die den professionellen Umgang mit Gewalt und Eskalation strukturell absichern und pädagogisches Handeln in herausfordernden Situationen nachhaltig stärken möchten. Sie verbindet fachliche Einordnung, Reflexion eigener Erfahrungen und die Arbeit an konkreten Praxissituationen und schafft damit eine tragfähige Grundlage für professionelles Handeln im pädagogischen Alltag.

Professioneller Umgang mit Gewalt und Eskalation entwickelt sich nicht allein im Rahmen einzelner Fortbildungstage. Zentrale Lernprozesse entstehen dort, wo neue Perspektiven systematisch mit eigenen Erfahrungen in Beziehung gesetzt und in den Arbeitsalltag übertragen werden. Deeskalation wird dabei als Teil pädagogischer Professionalität verstanden.

Einordnung und Relevanz

Pädagogische Arbeit in stationären Kontexten ist geprägt von Nähe und Distanz, intensiver Beziehungsarbeit und hohen emotionalen Anforderungen. Gewalt- und Eskalationssituationen entstehen dabei häufig nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel individueller Belastungen, gruppendynamischer Prozesse und institutioneller Rahmenbedingungen.

Besondere Herausforderungen zeigen sich dort, wo pädagogische Haltung nicht ausreichend reflektiert ist, Rollen und Zuständigkeiten unklar bleiben oder gemeinsame fachliche Orientierungen im Team fehlen. Die Fortbildung setzt an diesen strukturellen Fragestellungen an und ermöglicht eine differenzierte Einordnung von Gewalt und Eskalation sowie eine reflektierte Weiterentwicklung professionellen Handelns.

Zielsetzung der Fortbildung

Ziel der Fortbildung ist es, Fachkräfte der stationären Jugendhilfe im professionellen Umgang mit Gewalt- und Eskalationssituationen zu stärken. Sie bietet Raum für die Reflexion pädagogischer Haltung und Rolle sowie für die Entwicklung fachlich fundierter Handlungsoptionen für präventive, akute und wiederkehrende Situationen.

Die Teilnehmenden vertiefen ihr Verständnis für Eskalationsdynamiken, reflektieren ihr eigenes Handeln und entwickeln Strategien, die unmittelbar in den pädagogischen Alltag übertragbar sind.