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2. Soccer Science Day im Deutschen Fußballmuseum – Antisemitismus im Fußball im Fokus
Der Kompetenzpark war beim 2. Soccer Science Day zum Thema „Antisemitismus im Fußball“ im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund vertreten. Eingeladen hatten die LAG Fanprojekte NRW / MeDiF-NRW gemeinsam mit Zusammen1, ZWEITZEUGEN e.V. und dem Deutschen Fußballmuseum zu einem Fach- und Begegnungstag, der Wissenschaft, Praxis und Experts by Experience miteinander ins Gespräch brachte.
Das Deutsche Fußballmuseum bot einen eindrucksvollen Rahmen für die Veranstaltung. Ein besonderer Moment des Tages war die exklusive Eröffnung des neuen Bereichs „Juden im deutschen Fußball“ in der Dauerausstellung. Henry Wahlig stellte diesen wichtigen Teil vor und setzte damit einen bedeutsamen Impuls für historisches Lernen und eine vertiefte Auseinandersetzung mit Antisemitismus im Fußball – damals wie heute.
Die große Zahl an Bewerbungen für die Panels unterstrich die Relevanz des Themas. Entsprechend hoch war die Qualität der ausgewählten Beiträge. Besonders bereichernd war die engagierte und diskussionsfreudige Atmosphäre im Publikum: Neben Akteur*innen aus Sport und Wissenschaft waren viele weitere gesellschaftliche Bereiche vertreten. Der interdisziplinäre Austausch zeigte eindrücklich, wie wichtig Vernetzung und Zusammenarbeit im Kampf gegen Antisemitismus sind.
Eröffnet wurde die Tagung von Museumsdirektor Manuel Neukirchner sowie Jürgen Schattmann aus dem Chancen-Ministerium NRW. Durch den Tag führte Ruth-Anne Damm von ZWEITZEUGEN e.V., die mit großer Fachlichkeit und Sensibilität moderierte.
Zu den Panelist*innen zählten unter anderem Monty Ott, Ruben Gerczikow, Jan Tölva, Alina Jaggel, Keren Vogler, Julian Rieck, Caterina Just, Dennis Schmitt, Alexander Strohmayer, Dîlan Akdoğan, Lisa Steffny und Ronny Blaschke. Ihnen sowie dem Organisationsteam – Christina Tacken, Lars Philipp, Mortimer Berger, Alice Marie Reitz und Lea Gloth – gilt unser Dank für einen inhaltlich starken und professionell gestalteten Fachtag.
Für uns als Kompetenzpark war die Teilnahme eine wertvolle Gelegenheit, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, Praxiserfahrungen und Perspektiven von Betroffenen mitzunehmen und in unsere eigene Bildungsarbeit einfließen zu lassen. Antisemitismus im Fußball ist kein Randthema, sondern Ausdruck gesellschaftlicher Dynamiken, denen wir uns auch in der politischen Bildungsarbeit konsequent stellen müssen.
Solange es Ungleichgewichte in Stadien und auf Sportplätzen gibt, braucht es klare Haltung, fachliche Kompetenz und solidarische Netzwerke.
Unsere Stärken sind Wissen, Vernetzung und Solidarität.
Wir danken den Veranstalter*innen für die Einladung und allen Beteiligten für den intensiven Austausch.
